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Das Haus
Das Gebäude ist eine ehemalige Synagoge, die um die Jahrhundertwende von der jüdischen Gemeinde des Dorfes Ober-Seemen erbaut wurde. Es handelt sich um einen alten Basalt- und Sandsteinbau, dessen äußeres Erscheinungsbild im ursprünglichen Zustand erhalten ist. Innen wurde das Haus umgebaut und vollständig renoviert.
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Die Umgebung
Die ehemalige Synagoge liegt im Dorf Ober-Seemen, das zur Stadt Gedern gehört.
Gedern am See ist ein anerkannter Luftkurort und liegt auf der Sonnenseite des Naturparks "Hoher Vogelsberg". Die Umgebung lädt zum Wandern, Joggen und zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Als Aktivitäten bieten sich im Sommer auf mehreren Seen Schwimmen, Surfen und im Winter Schlittschuhlaufen an. Der Gederner See wurde in den letzten Jahren zu einem Freizeit- und Erholungsgebiet ausgebaut. Knapp 10 km entfernt liegt das Ski-Zentrum des Vogelsberges, die Herchenhainer Höhe.
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Zur Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt mit einem Anmeldeformular. |
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Die Geschichte des Hauses
Ober-Seemen gehörte bis zum Jahre 1806 zum Gebiet von Stolberg Rossla. Einzelne Juden haben bereits im 17 Jahrhundert dort gelebt, eine größere jüdische Siedlung in Ober-Seemen existierte etwa 200 Jahre.
1830 gab es in Ober-Seemen 141 jüdische Gemeindemitglieder. Die Juden von Ober-Seemen waren zu 2/3 Kaufleute, die übrigen Viehhändler und Handwerker.
Im Jahre 1875 bestand in Ober-Seemen eine israelitische Elementarschule: Der Lehrer J. Rothschild unterrichtete damals 21 jüdische Kinder 1910 zählte die Gemeinde etwa 16,1920 etwa 20 schulpflichtige Kinder.
Die Zahl der Gemeindemitglieder ging bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch Wegzug bzw. Auswanderung stark zurück und es wurde im Jahre 1888 festgestellt, dass die Gemeinde kein Geld für den Neubau einer Synagoge habe, die alte aber zu klein sei. Erst im Jahre 1899 konnte ein Neubau in Angriff genommen werden, nachdem Leopold Zimmermann aus New York einen Betrag von insgesamt 20.000 Reichsmark zur Verfügung gestellt hatte. Der Restbetrag von 5.000 Reichsmark wurde von dem Wohltätigkeitsverein Ober-Seemen bezahlt. Die Einweihung der neu errichteten Synagoge fand vom 9. 11. August 1901 statt.
Von den um 1933 etwa 20 jüdischen Familien sind die jüngeren Mitglieder zum größten Teil ausgewandert, und zwar nach den USA, Südafrika und Palästina/Israel. Die Angehörigen von sechs jüdischen Familien sind überwiegend während der Deportation bzw. im Konzentrationslager umgekommen. Die Söhne und Töchter dieser Familien waren oft vorher schon ausgewandert. Nach dem November 1938 war nur noch die Familie Schuster in Ober-Seemen zurückgeblieben (8 Personen, darunter 5 Jugendliche). Auch diese Familie wurde umgebracht.
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Anfang 1938 beschloss der damalige Gemeindevorstand gezwungenermaßen die Auflösung der Gemeinde und den Verkauf des Synagogengebäudes an die Ortsgemeinde Ober-Seemen.
In der so genannten "Reichskristallnacht" wurde das Haus äußerlich nur leicht beschädigt, allerdings wurden alle sakralen Einrichtungsgegenstände zerstört oder demontiert.
Im zweiten Weltkrieg waren vor allem osteuropäische Kriegsgefangene, die bei den Bauern arbeiten mussten, in dem Haus untergebracht.
Nach Kriegsende wurde es für alle möglichen Zwecke genutzt:
Zeitweise residierte der Bürgermeister von Ober-Seemen in der Synagoge. Ein Teil der älteren Ober-Seemener ging in den 50er Jahren in der Synagoge zur Schule. Es wurde aber auch als Lagerhaus für einen Lebensmittelladen verwendet und eine Lederwarenfabrik hatte dort einmal eine kleine Produktionsstätte.
Die Synagoge ist seit 1978 in Privatbesitz und wurde im Laute der Zeit von Grund auf restauriert.
Seit Mitte der 80er Jahre wird das Gebäude als Psychotherapeutisches Institut und Tagungshaus genutzt.
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Die Räumlichkeiten
Gruppenraum A:
Ehemaliger Sakralraum im Erdgeschoss, ca. 80 qm, mit offenem Kamin, Stereoanlage, Meditationskissen, Fußbodenheizung, bietet außerdem Schlafplätze für 8 bis 10 Personen.
Gruppenraum B:
Im Dachgeschoss, ca. 55 qm, mit ausgebauter Empore, ca. 25 qm, Stereoanlage, insgesamt Schlafplätze für 10 bis 15 Personen.
(Flipchart, Overhead, Video und Bildschirm zusätzlich buchbar)
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Gruppenleiterzimmer:
Im Obergeschoss, ca. 20 qm, mit separater Dusche/WC, ca. 5 qm, auch als Doppel- oder Dreierzimmer zu nutzen.
Zudem:
Zimmer im Dachgeschoss, ca. 16 qm, 3 5chlafplätze
Zimmer im Dachgeschoss, ca. 9 qm, 2 Schlafplätze
Ess- und Aufenthaltsraum im Dachgeschoss, ca. 18 qm
Küche im Dachgeschoss für Gruppen-Selbstverpflegung, ca. 7 qm
Zwei Duschen und zwei Toiletten im Erdgeschoss
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Die Kosten
Die Kosten variieren je nach Gruppengröße und Anzahl der benutzten Räume.
Sie betragen für Gruppen:
bis 11 Personen
pauschal = 160,- € pro Tag, Gruppenraum B
von 12 bis 15 Personen
15,- € pro Person/Tag, Gruppenraum B
von 16 bis 20 Personen
14,- € pro Person/Tag, Gruppenraum A + B
Für Gruppen ab 16 Teilnehmern steht der Gruppenraum A im Erdgeschoss kostenlos zur Verfügung. Wollen kleinere Gruppen den Gruppenraum A mitbenutzen, entstehen jeweils Kosten in Höhe von 12.- € pro Tag
Flipchart und Overhead,Videoabspielgerät, Bildschirm oder Beamer Preise nach Vereinbarung. Bei zusätzlicher Buchung von technischen Geräten (sofern Sie diese nicht selbst mitbringen) betragen die Kosten:
Flipchart: 20.- €/Tag
Overhead: 20.- €/Tag
Videoabspielgerät + Bildschirm: 50.- €/Tag
Beamer: 50.- €/Tag
Die Preise verstehen sich zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer und sind gültig bis auf Widerruf.
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Zusätzliche Nebenkosten
Zusätzliche Nebenkosten entstehen bei einem verschwenderischen Stromverbrauch von mehr als 25 Kilowatt pro Tag. Jede weitere Einheit wird mit 0,60 € in Rechnung gestellt. Obwohl davon ausgegangen en werden kann, dass jede Gruppe die Räume so verlässt, wie sie diese vorgefunden hat (d.h. geputzt), hat sich gezeigt, dass die „Dreckschwellen“ der einzelnen Gruppen doch sehr differieren, so dass auf jeden Fall eine Nach-Putzpauschale von 20,- € in Rechnung gestellt werden muss. (Sie kann entfallen, wenn die Räumlichkeiten nachgewiesenermaßen wirklich makellos verlassen werden). Sind die Räume so dreckig, dass die Putzfrau einen halben Tag zu tun hat, müssen die Kosten vom Vorschuss abgezogen werden.
Die Synagoge ist wie ein Ferienhaus geführt. Deshalb bitte Schlafsack/ Bettzeug und Handtücher mitbringen. Bettwäsche kann für 5,- € pro Aufenthalt geliehen werden.
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Das leibliche Wohl
Die Synagoge ist für Gruppen mit Selbstverpflegung konzipiert.
Auf Wunsch kann ein Koch vermittelt werden, der vegetarisch oder makrobiotisch kocht. Die Küche ist vollständig eingerichtet mit Kühlschränken, Geschirrspülmaschine, Geschirr und Besteck für ca. 20 Personen.
Es gibt einen Lebensmittelladen, Metzger und Bäcker in Ober-Seemen. Frische Milch und Eier können im Dorf bei Bauern gekauft werden. In Gedern (3 km) gibt es Supermärkte, in Büdingen (22 km) Naturkostladen und Reformhaus. Ein Gasthaus um die Ecke bietet nach vorheriger Anmeldung günstiges Essen für Gruppen.
In den umliegenden Dörfern kann von deftiger Vogelsbergkost bis zu feiner französischer Küche gespeist werden.
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Die Vertragsbedingungen
Die Anmeldung erfolgt mit dem Anmeldeformular. Falls wir Ihre Anfrage für den gewünschten Zeitraum bestätigt haben, werden die Räume an den gebuchten Tagen jeweils von 12 Uhr bis 12 Uhr gemietet. Andere Terminabsprachen sind möglich, wenn es mit den aufeinander folgenden Gruppen machbar ist.
Weitere Zimmer können in Gedern für ca. 25 30,- € pro Nacht gemietet werden - wenn gewünscht, bitte bei der Anmeldung mitteilen. Es ist dann für die Betreffenden nur die Hälfte des Hauspreises zu zahlen
Storno- und Ausfallgebühren
Absage bis 6 Monate vorher: 60,- €
Absage bis 1 Monat vorher: 80,- €
danach: 100,- € pro gebuchtem Tag = Anzahlung
Rabatte und Sondervereinbarungen für wirklich Bedürftige sind möglich.
Für eventuelle, von Gruppenteilnehmern verursachte Schäden und Unfälle, sind die jeweiligen Personen/Gruppen haftbar.
Mit der Buchung werden diese Vertragsbedingungen anerkannt. Gerichtsstand ist Offenbach.
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